Kostenindex für den Textilservice

Der DTV veröffentlicht halbjährlich einen Kostenindex, der die Entwicklung der Gesamtkosten und ihrer einzelnen Komponenten für die Unternehmen des Textilservice zeigt. Zwischen 2010 und Ende 2016 sind die Gesamtkosten um rund 12,3 Prozent gestiegen sind. Nach dem kontinuierlichen Anstieg des Index in den letzten Jahren, zeigte sich 2016 erstmalig eine leichte Entspannung. Die Kosten lagen Ende 2016 knapp 0,14 Prozent unter denen des Vorjahres. Das lag vor allem an den teilweise wieder anziehenden Energiepreisen und an den steigenden Textilkosten. Damit liegen die Kosten des Textilservice jedoch voll im Trend der gesamten Erzeugerpreisentwicklung, die nach Angaben des Statistischen Bundesamts 2016 sogar um 1,7 Prozent gesunken sind. 

Wichtige Kostenblöcke stiegen zum Jahresende 2016

In der Grafik ist zum einen der Jahresdurchschnittswert 2016 dargestellt sowie ein Jahresendwert 12/2016. Insbesondere zu Beginn des Jahres lagen die Kosten - vor allem aufgrund gesunkener Energiekosten - unter denen des Vorjahres. Zum Jahresende zogen die Preise hier und in anderen Teilbereichen jedoch zum Teil wieder deutlich an. Auch für 2017 kann mir steigenden Kosten gerechnet werden, da u.a. neue Tarifverhandlungen bevorstehen.

Hintergründe

Ziel ist, für die Unternehmen, aber auch für Kunden eine größtmögliche Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Kosten zu gewährleisten. Als Basis dienen einzelne Kostengruppen aus den Daten des Statistischen Bundesamtes. Dadurch bietet der Kostenindex eine solide und neutrale Datengrundlage, die die Entwicklung der relevanten Kostenpositionen im Textilservice repräsentativ widerspiegelt.

Ausgehend vom Basisjahr 2010 werden die Kostenveränderungen dargestellt. Dafür wurde die Kostenstruktur eines typischen Mischbetriebs herausgearbeitet, welcher repräsentativ die Kostenstruktur der gesamten Branche widerspiegelt. Alle Kostengruppen aus dem Textilservice sind dabei in dem Index berücksichtigt. Die wichtigsten davon sind die Personal- und Textilkosten sowie Energie und Abschreibungen.

Fundierte Datengrundlage

Für die einzelnen Kostengruppen wurden Indikatoren definiert, die überwiegend den langen Reihen der Fachserie 17, Reihe 2, von Destatis entnommen sind. Ein Beispiel: Die Entwicklung der Kosten für Textilien wird durch vier gewichtete Indikatoren erfasst: (1) den Erzeugerpreisindex für Arbeits- und Berufsbekleidung, (2) den Index der Erzeugerpreise für konfektionierte Textilien (ohne Bekleidung), (3) den Index der Einfuhrpreise für Arbeits- und Berufsbekleidung, (4) den Index der Einfuhrpreise für Heim- und Haustextilien. Bei den Energiekosten wurden die Indices der Erzeugerpreise für Strom, Gas und Heizöl verwendet. Die Personalkosten werden durch die Entwicklung Tariflöhne der Tarifpolitischen Arbeitsgemeinschaft Textilreinigung (TATEX) beschrieben. Auf diese Weise können Textilservice-Kunden neutral und auf transparenter Datenbasis die Kostenentwicklungen im Textilservice nachvollziehen.