Deutscher Textilreinigungs-Verband e.V. (DTV)- Für Profis von morgen:  Was hat Fußball mit Textilpflege zu tun?









 

 











 




Öffentlicher Bereich Mitgliederbereich Presse Links Login  
Suche
Termine
Anfahrt
Kontakt
Impressum
Sitemap

 

       Branchenwerbung
Branchenwerbung des Textilreinigungs

 

 

PressemeldungenFür Profis von morgen: Was hat Fußball mit Textilpflege zu tun?


Für Profis von morgen: Was hat Fußball mit Textilpflege zu tun?

BONN – Auf den ersten Blick haben Fußball und Textilreinigung sehr wenig gemeinsam. Abgesehen davon, dass nach dem Spiel eine Menge schmutziger Sportkleidung gründlich gewaschen werden muss. Für alle Textilpflegeexperten ist klar: Das ist unser Job! Denn, genau wie beim Fußball, braucht es für echte Meisterleistungen einfach Profis. Nun ist eine Ausbildung in der professionellen Textilpflege für viele nicht unbedingt der Traumberuf. Das in Reinigungen und Wäschereien ausgeübte Handwerk bietet allerdings sehr gute Zukunftschancen, und zwar – wie übrigens auch im Fußball – sowohl für junge Männer als auch für Frauen.

Die Textilreinigung ist ein uraltes Gewerbe und ein traditionsreiches Handwerk. Wer darin ausgebildet ist, kann wesentlich mehr als Wäsche waschen oder Flecken entfernen. Das Leistungsspektrum der textilen Wiederaufbereitung bzw. der textilen Vollversorgung ist umfangreich und vielfältig. Qualifizierte Textilreiniger/innen beherrschen ausgereifte Hochleistungstechnik und verfügen über ein weit reichendes Textil-Know-how; da in der großen Bandbreite der unterschiedlichen Dienstleistungsbetriebe modernste Maschinen und Verfahrenstechnologien eingesetzt werden. „Gerade heute bietet die professionelle Textilpflege ungeahnte Zukunftschancen mit einer Ausbildung zum Textilreiniger bzw. zur Textilreinigerin“,  betont der Deutsche Textilreinigungs-Verband e. V., Bonn.

Nur wenige junge Menschen wissen, dass es sich dabei um einen anerkannten Ausbildungsberuf handelt. „Nur selten weisen Arbeitsämter und Schulen explizit darauf hin“, weiß DTV-Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Schmid. Viele junge Menschen, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz seien, wüssten eben nicht, dass Textilpflegebetriebe ausbilden. Dabei benötige die Textilpflegebranche gerade jetzt qualifizierten Nachwuchs. Zahlreiche Ausbildungsplätze könnten mangels Interessenten nicht besetzt werden. Dr. Volker Schmid ergänzt: „Ein neuer Studiengang Textildienstleistung an der Berufsakademie Mannheim bietet seit Kurzem sogar die Option für den direkten Einstieg in diesen Berufszweig.“

Grundsätzlich beinhaltet die klassische, dreijährige Lehre, nach einem erfolgreichen Schulabschluss der 10. Klasse,
die Bereiche Textilkunde, Textilreinigungs- und Waschtechnik, Arbeitstechnik, Betriebswirtschaft sowie Umwelt, Hygiene und Kundenkontakt. Bei mittlerer Reife oder Abitur ist eine Verkürzung möglich. Das aktuelle Berufsbild entstand aus den früheren Handwerken Wäscher und Plätter sowie Färber und Chemischreiniger. Nach der Gesellenausbildung und dem Nachweis mehrjähriger Berufspraxis besteht die Möglichkeit der Meisterausbildung, die nach geltender Handwerksordnung allerdings keine Voraussetzung für eine Selbständigkeit in der Textilpflege mehr ist. Hilfreich sei der Meisterbrief dennoch, um sich am Markt als Fachbetrieb zu profilieren; erforderlich außerdem nach wie vor, um Nachwuchs auszubilden, so der  Branchenverband.   

Alternative über Fachhochschulreife

Eine Alternative zur beruflichen Qualifikation in der Textilpflegebranche bietet sich über die Fachhochschulreife bzw. das Abitur. Im Anschluss an ein einjähriges Praktikum kann ein technisches Studium aufgenommen werden, das mit dem Diplom-Ingenieur für Textil- und Bekleidungstechnik abschließt. „Darüber hinaus besteht, wie gesagt, die Chance an der Berufsakademie Mannheim den betriebswirtschaftlichen Studiengang Textildienstleistungen zu absolvieren“, erklärt Dr. Volker Schmid: „Im Rahmen des dreijährigen Studiums verbringen die angehenden Diplom-Betriebswirte (BA) die Hälfte der Studienzeit direkt im Unternehmen, um ausreichend praktische Erfahrungen zu sammeln. Die Studenten schließen mit dem Ausbildungsbetrieb einen dreijährigen Vertrag ab und erhalten während dieser Zeit eine monatliche Vergütung.“ Den Einstieg in ein erfolgreiches Berufsleben in der professionellen Textilpflege zu erleichtern, ist laut DTV Sinn und Ziel dieses Angebotes sowie aller Bemühungen des Verbandes. Es gebe einen akuten Bedarf an Fachkräften; aufgrund der Altersstruktur in der Branche stünden in den nächsten Jahren bei etwa einem Drittel aller Betriebe Nachfolgeregelungen an.  

Ebenso wenig bekannt wie die Tatsache, dass in der professionellen Textilpflege ausgebildet werde, sei das Berufsbild selbst, sagen die Verantwortlichen im DTV. In der Profipflege gehe es nicht allein um Fleckentfernung, sondern um komplexe Problemlösungen für den textilen Werterhalt sowie die zuverlässige und nachhaltige Bereitstellung von Textilien für diverse Wirtschaftszweige. Um den steigenden Ansprüchen von Verbrauchern und gewerblichen Partnern gerecht werden zu können, brauche es konkretes Fachwissen über moderne Fasern, Stoffe oder Drucke sowie verfahrenstechnische Prozesse. „Sich mit Menschen, Textilien, Technik, Umwelt und Hygiene gleichzeitig beschäftigen zu können und in diesen Bereichen fundiertes Wissen zu erhalten, nennen wir eine vielseitige Ausbildung“, so der DTV. Darüber hinaus sei sie ein ideales Sprungbrett für eine Berufskarriere im gesamten textilen Dienstleistungsgewerbe, angefangen von der klassischen Textilreinigung über Wäschereien im Gesundheitswesen bis hin zu industriellen Textil-Leasingunternehmen. Eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zum/r Textilreiniger/in erlaube beste Aufstiegschancen in kleinen, mittelständischen und Großbetrieben oder eben die Perspektive auf eine selbständige Unternehmertätigkeit.

Ein vielfältiges Berufsbild

Der Berufsalltag selbst sei spannend und abwechslungsreich. „Textilreiniger sind nicht nur zuständig für den Soßenfleck auf der Bluse oder den Fettfleck im Jackett; sie pflegen unterschiedliche Textilien, wie Oberbekleidung, Wäsche, Berufs- und Arbeitsschutzbekleidung, Gardinen, Teppiche, Leder, Polstermöbel, Hotel- und Gaststättenwäsche, Krankenhaus- und Hygienewäsche, Schmutzmatten und vieles mehr. Das Leistungsangebot zeitgemäßer Betriebe umfasst bedeutend mehr als das Waschen und Reinigen von Kleidung bzw. Textilien. Es reicht von der kompletten Ausstattung, zum Beispiel von Krankenhäusern mit Personal-, Bett- und OP-Wäsche, bis hin zur Belieferung der Automobilindustrie mit Arbeitsanzügen und Putztüchern. So garantieren Spezialbetriebe u. a. für eine zeitgerechte Vollversorgung von Fluggesellschaften, inklusive Bereitstellung von Berufsuniformen, Flugzeugsitzen, etc.

Dass derart umfangreiche Dienstleistungen ein ebenso weit gefächertes Fachwissen erfordern, liege auf der Hand, so Schmid: „Darüber hinaus gehört in sämtlichen Bereichen der professionellen Textilpflege der Dienst am Kunden, sprich der gepflegte Umfang mit Endverbrauchern und gewerblichen Partnern zum Handwerkszeug.“

Weiter Informationen

 
    zurück  


innovativ | gemeinsam | stark