Der DTV schult Ihre Kraftfahrer
Mit der gesetzlich vorgeschriebenen Kraftfahrerschulung bietet der DTV auch in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der Fahrschule von Peter Schlißke, Peter’s Intensivfahrschule, wieder vier Module an: Ein Eco-Training mit Fahrtraining und die Module „(Sozial)-Vorschriften für den Güterkraftverkehr“, „Schaltstelle Fahrer: Dienstleister, Imageträger, Profis“, „Lkw-Ladungssicherheit“. Ein Modul zur „Sicherheitstechnik und Fahrsicherheit mit Fahrsicherheitstraining“ bietet die BG ETEM als Kooperationspartner im Rahmen der DTV-Kraftfahrerschulung an. Wie wichtig die Schulung für Ihre Kraftfahrer ist und wie Sie mit einem ökonomischen Fahrstil Kosten sparen können, erfahren Sie im Interview mit Peter Schlißke.
DTV: Herr Schlißke, Sie bieten in Zusammenarbeit mit dem
DTV die Kraftfahrerschulungen seit Ende letzten Jahres an. Nach dem
Berufskraftfahrergesetz (BKrFQG) § 5 Abs.1 muss jeder Berufskraftfahrer und
auch Aushilfsfahrer innerhalb von fünf Jahren eine Schulung – fünf Module
umfassend - absolvieren. 2011 startet mit dem Modul I „Eco-Training“. Was
lernen die Kraftfahrer? Können die Fahrer nach dem Modul auch
„umweltfreundlicher“ fahren?
Peter Schlißke: Im Modul 1 lernen alle Fahrer/innen, dass viele
Faktoren zum Energiesparen verhelfen. Z.B. verbraucht eine Sonnenblende 3 %
mehr Kraftstoff, oder der Reifeninndruck von 1 bar weniger als Vorgeschrieben
13% mehr Kraftstoffverbrauch. Bei den meisten Fahrern/innen liegt der
Kraftstoffverbrauch in der Fahrweise. Aber alles andere dann in der
Weiterbildung. Viele meiner Kunden haben mir nach der Schulung von Modul 1 ein
positives Feedback gegeben und teilweise eine Ersparnis von bis zu 13% erzielt.
DTV: In den weiteren Modulen „(Sozial) -Vorschriften für
den Güterkraftverkehr“, „Sicherheitstechnik und Fahrsicherheit“ und
„Lkw-Ladungssicherheit“ wird über die Sicherheitsvorschriften informiert. Was
kann mir als Berufsfahrer im schlimmsten Fall passieren, wenn ich darüber nicht
Bescheid weiß?
Peter Schlißke: Durch die teilweise Unwissenheit der Fahrer/innen
passieren täglich viele Unfälle. Durch verloren Ladung, übermüdetes
Fahrpersonal oder Fahrpersonal welches die Nutzung von Fahrassistenten nicht
kennt. Hier drohen hohe Geldstrafen oder bei schweren Verstößen mit
Körperverletzung oder gar Tötung auch Freiheitsstrafen.
Besucht das Fahrpersonal die
Schulungen nicht, so darf vom Führerschein kein gewerblicher Gebrauch mehr
gemacht werden. Bei Kontrollen durch die Behörden drohen dann Strafen bis zu
5000,00€ für den Fahrer/in und bis zu 20000,00€ für den Arbeitgeber.
DTV: Mit dem Modul „Schaltstelle Fahrer: Dienstleister,
Imageträger, Profis“ werden die Kraftfahrer nicht nur für Risiken des
Straßenverkehrs und Arbeitsunfälle sensibilisiert, sondern auch in ihrem
Verhalten als Dienstleister geschult. Was lernt der Kraftfahrer dabei? Welchem
negativen Image kann er im Kundenkontakt entgegenwirken?
Peter Schlißke: Nehmen wir mal als Beispiel den Ausruf: „Ich bin nur
der Fahrer, da müssen sie sich an den Chef wenden“ oder „Ich kann nichts dafür,
dass ich zu spät bin, da ist der Fuhrparkleiter Schuld“. Solche oder ähnliche
Aussagen sind schlecht für das gesamte Image der Firma. In genau diesem Modul
bekommt das Fahrpersonal beigebracht, dass Sie ein Teil des Ganzen sind und
somit auch ein Teil des guten oder schlechten Images sind. In diesem Modul
lernen die Fahrer/innen die richtige Kommunikation mit dem Kunden/in sowie mit
der Firmenleitung. Schluss mit Beschimpfungen und Schuldzuweisungen! Hin zum
gemeinsamen einheitlichen und stimmigen Auftritt vor dem Kunden!
DTV: Jedes Modul kostet pro Fahrer 115,00 Euro. Gibt es
die Möglichkeit, eine finanzielle Unterstützung zu beantragen – ohne viel
„Papierkram“ und bürokratischem Aufwand?
Peter Schlißke: Nach der Verabschiedung des BKrFQG scheint es so, als
hätte sich keiner Gedanken darüber gemacht, wer nun für die Schulung die Kosten
übernimmt. So entstand nun der Eindruck, als müsse alles wieder auf den
Schultern der Fahrer/innen oder der Firmenleitung lasten. Aber tatsächlich gibt
es Wege die Kosten übernehmen zu lassen. Das Bundesamt Güterverkehr übernimmt
nach Antragstellung die Kosten für die Schulungen. Der DTV Bonn hat außerdem
bereits organisiert, dass das Modul 3 „Fahrsicherheit“ komplett von der
Berufsgenossenschaft übernommen wird. Anmeldungen dazu gehen an Frau Berger in
Bonn. Für die Module 1,2,4 und 5 können alle mittelständigen Betriebe mit bis
zu 250 Angestellten und mit mindestens einem LKW über 12t zulässiger
Gesamtmasse Fördergelder beantragen. Hierfür muss alle 5 Jahre eine Antrag
ausgefüllt werden.* Für alle anderen Betriebe besteht evtl. die Förderung über
einen Bildungsgutschein bei der Agentur für Arbeit. Voraussetzung dafür ist die
Antragstellung bei dem zuständigen Arbeitsamt des jeweiligen Angestellten/in
und die Schulung bei einer zertifizierten und von der Agentur für Arbeit
anerkannten Fahrschule. Auch wenn sich die Arbeitsämter noch dagegen wehren,
haben diese keine andere Chance: Bei einer fehlenden Teilnahme an der Schulung
droht die Arbeitslosigkeit!
DTV: Was
halten Sie von der Tatsache, dass es auch Fahrschulen gibt, die eine solche
Schulung günstiger anbieten? Warum sollte ich als Geschäftsführer/in meine
Kraftfahrer zu Ihnen schicken?
Peter Schlißke: Ganz
wichtig für die Weiterbildung und die Wahl des Ausbildungsträgers ist, dass es
sich wie in meinem Fall um einen zertifizierten Ausbildungsbetrieb handelt. So
dürfen beispielsweise die Leistungen nur von Fahrschulen angeboten
werden, die auch eine Fahrschulerlaubnis für die LKW Klasse besitzen.
Alle Betriebe mit einem LKW
über 12t können eine Förderung über das Bundesamt Güterverkehr beantragen und
die, die darunter liegen, können nur Fördergelder beim Arbeitsamt beantragen,
wenn die Fahrschule, welche die Schulung durchführt, zertifiziert ist und sich
auch die Weiterbildung zertifizieren lassen hat.
Der Ausbildungspreis richtet
sich oft auch nach der erbrachten Leistung, sowie den Kosten des Ausbildungsträgers.
So hat eine Fahrschule ohne Zertifizierung weniger Kosten in Service, Leistung,
Personal sowie Räumlichkeiten. Meine Fahrschule ist für alle Betriebe montags
bis freitags von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr unter 0281 2068055 zu erreichen. Allein
diese Tatsache macht schon einen erheblichen Merkostenaufwand im Personal
nötig. Der Unternehmer sollte sich bei der Wahl der Fahrschule für die Schulung
seiner Kraftfahrer merken: „Billig“ muss nicht immer
„gut“ sein!
DTV: Herzlichen Dank Herr Schlißke für das informative und
aufschlussreiche Gespräch.
*Informationen dazu erhalten
Interessenten beim DTV-Bonn unter der 0228 917310.
Weitere Informationen und
das Anmeldeformular zu den Modulen der Kraftfahrerschulung finden Sie unter: www.dtv-bonn.de/termine