Tarifpolitik in der Textilpflegebranche

Die „Tarifpolitische Arbeitsgemeinschaft Textilreinigung“ (TATEX) ist innerhalb des DTV das Gremium, in dem die Tarifpolitik des Verbandes und der Branche aktiv diskutiert und gestaltet wird. Aus den Reihen der TATEX-Mitglieder wird regelmäßig eine Tarifkommission gewählt, die stellvertretend für alle Mitglieder die Tarifverhandlungen führt. Sprecher und Verhandlungsführer der TATEX ist Ralph Rouget. Gemeinsames Ziel von unserem Gewerkschaftspartner „DHV - Die Berufsgewerkschaft e.V.“ und DTV ist eine ausgewogene Tarifpolitik, die sowohl die Interessen der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer berücksichtigt.

Der aktuelle Tarifvertrag läuft vom November 2017 bis Dezember 2019. Über die Gesamtlaufzeit des Tarifvertrages von 26 Monaten steigen die Löhne in zwei Phasen. In der ersten Phase der Laufzeit (bis 31.12.18) werden die Löhne je nach Regionalgruppe zwischen 2,25% und 3,5% steigen. In einer zweiten Phase (01.01.19 - 31.12.19) steigen die Löhne um weitere 2-3%.

Darüber hinaus war es der Arbeitgeberseite wichtig, auch die Ausbildungslöhne deutlich zu erhöhen und Textilreinigergesellen mit verantwortlicher Tätigkeit, künftig in einer höheren Entgeltgruppe einzuordnen. Dieses Angebot wurde von Gewerkschaftsseite sehr begrüßt.

Die neuen Tarifverträge mit den detaillierten Lohntabellen der einzelnen Entgeltgruppen können über die DTV-Geschäftsstelle in gedruckter Form bestellt werden und sind für TATEX-Mitglieder kostenlos.

Gesetzlicher Mindestlohn

Zum 01. Januar 2015 wurde in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von zunächst 8,50 € brutto/Std. eingeführt. Zum 01. Januar 2017 wurde dieser dann laut Beschluss der Mindestlohn-Kommission auf 8,84 € brutto/Std. angehoben. Eine Unterteilung in einen tariflichen und einen gesetzlichen Mindestlohn, wie sie zwischen Januar 2015 und September 2017 durchgeführt wurde, gibt es nicht mehr. Seit dem 01. Oktober 2017 gilt der gesetzliche Mindestlohn in allen Branchenteilen als Lohnuntergrenze. Der gesetzliche Mindestlohn ist daher auch von Firmen zu beachten, die bislang im Anwendungsbereich des Mindestlohntarifvertrages für Wäschereidienstleistungen im Objektkundengeschäft waren.